Inselbiogeographie
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    Inselbiogeographie

    Das Konzept der Inselbiogeographie ist ein Teilgebiet der Biogeographie. Diese basiert auf der evolutionären Biologie als auch auf der Ökologie. Im Detail beschreibt die Theorie, in welchem Zusammenhang die Besiedlung und Entwicklung von Arten zu ihrer Habitatgröße, im Spezialfall von Inseln, steht.

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    10/07/2024Von 3Bee, Elise Maria Keller Boehm
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    Was genau bedeutet der Begriff "Inselbiogeographie"?

    Das Konzept der Inselbiogeographie beschreibt die Faktoren die das Artenreichtum und die Artendiversität in isolierten natürlichen Lebensräumen. Ursprünglich wurde das Konzept entwickelt um Zusammenhänge zwischen Arten und dem Lebensraum in welchem sie Vorkommen zu beschreiben, denn es wurde beobachtet, dass sich Arten an verschiedenen Orten, vor allem in isolierten Gebieten, spezifisch zu ihrem Lebensraum entwickeln (müssen). Ursprünglich betrachtete man nur Inseln und weitete den Begriff teilweise auch auf isolierte Gebiete wie Bergspitzen, Oasen oder durch den Mensch fragmentierte Gebiete aus.

    Insel

    Definition

    Die Definition einer Insel innerhalb der Theorie der Inselbiogeographie umschreibt einen Lebensraum, der bewohnbar für eine Spezies ist und komplett umgeben wird von einem anderen lebenraum die nicht bewohnbar für die genannte Spezies ist. Dies kann eine eigentlich Insel sein, aber auch ein isolierter Lebensraum, wie bspw. eine Bergspitze oder ein See. Definiert man den Begriff so, so kann auch ein Wald der umgeben ist von Häusern und Strassen als ein Habitat mit Inselbiogeographie gedeutete werden. Innerhalb eines solchen Lebensraumes kann es Arten geben, die nur in diesem Lebensraum existieren können und andere die innerhalb und ausserhalb leben. Die grundlegendste Beobachtungen, die zur Theorie der Inselbiogeographie führten, sind die Entstehung neuer Spezies durch insulare Isolation und der Einfluss der Inselgrösse auf Dichte und Diversität einer Art.

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    XNatura

    Einflussfaktoren

    Die Theorie der Inselbiograographie besagt, dass die Menge einer Spezies in einem ungestörten isolierten Lebensraum durch Zuwanderung und Austerben bestimmt wird und dass mehrere isolierte Populationen der gleichen Art verschiedene evolutionäre Wege gehen, wie es beispielsweise schon in Darwins Beobachtungen zu den Finken der Galapagosinseln beschrieben wurde. Die Zuwanderung und Abwanderungen von Arten sind dabei abhängig von der Nähe des isolierten Gebiets, der Insel, zum Festland bzw. zum Ursprungshabitat der untersuchten Spezies. Eine logische Schlussfolgerung ist, dass je weiter entfernt und isolierter eine „Insel“ ist, sie dadurch mit geringerer Wahrscheinlichkeit besiedelt wird. Weitere natürliche Faktoren für die Besiedlung sind neben dem Grad der Isolation, die Dauer der Isolation, das Klima, die bestehende Flora und Fauna und die Bedingungen von Luft- und Meeresströmungen. Zu den nicht-natürlichen Faktoren zählt die Aktivität des Menschen im untersuchten Lebensraum.

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    Inselartige Systeme

    Streng genommen bezog sich die Theorie der Inselbiogeographie in ihren Anfängen nur auf die Arten-Areal-Beziehung auf Inseln. Inzwischen gibt es aber auch Ansatzpunkte inselähnliche Lebensräume unter Gesichtspunkten der Inselbiogeographie zu betrachten. Diese beschreibt man als „Island Like Systems (ILS)“ und sie definieren sich als Lebensräume die isoliert innerhalb eines Ökosystems existieren. Am Beispiel der Insel, wäre diese isoliert durch Wasser. Das nächste Landgebiet, welches nicht die Insel ist, wäre dann das Festland. Innerhalb der Theorie der ILS ist das Äquivalent zum Festland, die Zone aus der die besiedelnden Arten herkommen. Es wurde beobachtet, dass in vielen Fällen die Faktoren der Inselbiogeographie gleich oder ähnlich wirken zwischen Festland-Insel und isolierten Festland-Festland Systemen.

    Oase
    XNatura

    Arten- und Biodiversitätsschutz

    Im Bereich des Artenschutzes spielt die Theorie der ILS eine Rolle in der Betrachtung von Arten, die beispielsweise in Nationalparks angesiedelt wird. Da sich Tiere in isolierten Lebensräumen ab einem gewissen Punkt nicht mehr ausbreiten und sogar die Tendenz entwicklen sich in ihrer Menge und Diversität zu reduzieren, wurde disktutiert, vor allem wenn es um die Besiedlung von Nationalparks, die durch urbane Siedlungsräume umgeben sind, durch grosse Säugetiere, welche einen großen Lebensraum Bedarf haben. Da tendenziell die Anwesenheit großer Säugetiere, die Anwesenheit Lehrer kleiner Säugetiere reduziert, entsann das Konzept in Nationalparks entweder eine grosse Art zu schützen oder mehrere kleine Arten (SLOSS - single large or several small). Dieser Ansatz wird und wurde jedoch sehr kontrovers diskutiert und es gibt inzwischen verschiedenen Ansatzpunkte in der Natur- und Artenschutzplanung, stark abhängig von Grösse und Art des Schutzgebiets.

    Hawaii
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    Artenschutz auf Inseln

    Leider ist oft die Flora & Fauna auf Inseln so spezialisiert auf ihr abgeschirmtes Habitat, dass die anwesenden Arten meist auch anfälliger auf Störungen durch den Menschen sind. So sind beispielsweise ca. 2000 Vogelarten auf den pazifischen Inseln, seit ihrer Besiedlung durch den Menschen, verloren gegangen. Geschätzt 60% der verlorenen terrestrischen Arten der letzten 5-6 Jahrhunderte sind Arten, die ausschließlich auf Inseln heimisch waren. Gleichzeitig sind es oft Inseln auf denen immer noch neue Arten entdeckt werden. So wurden beispielsweise 2013/14 zehn neue Vogelarten auf Sulawesi entdeckt. Die Faktoren, die menschliche Besiedlung eine sich große Gefahr für Inselspezies macht sind die Jagd, die Zerstörung von Lebensraum ohne Ausweichmöglichkeiten, das Einschleppen von Krankheitserregern und das Einführung invasiver Arten. In den letzten Jahrzehnten wird mehr und mehr auf die Gefährung von Arten durch den Klimawandel evident, wie bspw. die Bramble-Cay-Mosaikschwanzratte.

    Sulawesi

    Eigenheiten von Inselarten

    Der zerstörerische Einfluss des menschen auf Inselspezies ist nicht der einzige Grund für ihre stärkere Gefährdung. Was hinzukommt ist eine stärkere Anfälligkeit von Inselspezies auf die Gefährdung. Viele Arten haben sich in extrem spezifischen ökologischen Nischen entwickelt und sind äusserst sensibel auf Störungen. Man bezeichnet sie daher auch als „Gewinner der Evolution“, aber „Ökologische Verlierer“. Zudem haben sich viele der Arten auf sehr abgeschiedenen Inseln ohne die Anwesenheit von Raubtieren entwickelt, was zu einer nicht vorhandenen Sensibilisieren gegenüber Rautieren, oder Menschen, geführt hat. Verheerend sind für solche Arten der Mensch als Jäger, aber auch Haustiere des Menschen wie Katzen oder Hunde, die eingeschleppt wurden. Ein trauriges Beispiel ist der Dodo - die Neuankömmlinge beschrieben, dass der Dodo nicht fortrannte und sie ihn ohne Mühen erlegen konnten.

    Dodo
    10/07/2024Von 3Bee, Elise Maria Keller Boehm
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    Häufig gestellte Fragen

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